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veralteter
Text
DIE
ZUKUNFT
Zeitungen,
Fernsehen, Briefpost, Telefon und Fax haben in ihrer uns
heute bekannten Form und Angebotsspezifik gegen das Internet keine Chance.
Das Internet ist
das Informations-, Unterhaltungs- und Kommunikationsmedium der Zukunft, denn es ist
a)
audiovisuell,
b)
interaktiv,
c)
permanent und
d) global
verfügbar.
Die
Entwicklungen lassen sich mit ziemlicher Sicherheit voraussagen, denn wir sind schon in
vielen Bereichen sehr dicht dran:
1. Das Internet
wird in handlichem Gerät zum ständigen Wegbegleiter der
Menschen. Zunächst ist es eine Kombination aus Handy und Palmtop, später eine
Computerbrille.
2. Vereinfachte Dateneingabe, zunehmend per Sprache.
3. Eine digitale Videokamera wird integriert.
4. Telefonate werden via Internet als Videotelefonate geführt.
5. Digitalisierte Fernsehprogramme werden nicht mehr
"ausgestrahlt", sondern über das Internet-Handy
"abgerufen".
6. Zeitungen und Bücher werden nur noch ausnahmsweise gedruckt,
statt dessen "downloaded" und offline gelesen.
7. Briefe und Fax sind technisch bereits durch die E-Mail überholt
und werden in dem Maße verdrängt, wie sich die Internetanschlüsse
vermehren.
8. Alle Information wird beladen sein mit weltweiter Werbung von
Mega-Markenartikeln, die regionale Vielfalt wird noch mehr in
folkloristische Nischen gedrängt und als Wirtschaftsfaktor der globalen
Konkurrenz untergeordnet.
9. Die Datenverbindungstarife werden pro Zeittakt sinken, aber insgesamt
wegen der ungleich häufigeren Datenverbindungen steigen.
10. Die Internet-Zukunft wird also teuer für uns
und deshalb weiterhin einen Großteil der Menschheit von der Informationserlangung
ausschließen, wenn nicht gelingt, die Armut zu besiegen.
11. Das Internet
wird immer wichtiger für uns, aber niemals "sicher" gegen den weltweiten
Zusammenbruch durch Datenviren, die von kriminellen oder kranken
Menschen erdacht und geschaltet werden.
12. Das Internet ist nicht frei von den Gefahren des Monopolismus.
Jedes Wirtschaftsunternehmen neigt dazu, sich die Konkurrenz vom Hals zu
schaffen. Solche Strategiespiele in der Realität sind faszinierend. Wenn aber das Geld
zum einzigen Maßstab des Erfolgs wird und das allgemeine Wohl nur noch Propaganda,
dann sollte niemand mehr Beifall klatschen, denn es wäre wie
Lobgesang auf die Verkommenheit. - Auch wir lieben den wirtschaftlichen
Erfolg, aber die Liebe zum Menschen und zur Kultur
muß so stark sein, daß beides Zukunft hat.
"13." Das Internet wird uns nicht nur
informieren, sondern auch ausspionieren - bis in den letzten
Winkel unserer Leidenschaft werden wir über Datennetze und Computer
"ausgewertet" und angreifbar. Deshalb müssen wir unser demokratisches
Knowhow entwickeln und mobilisieren gegen immer vorlautere Staaten, die nicht mehr uns
dienen, sondern von uns bedient werden wollen, wir müssen uns
wehren gegen eine allzu aufdringliche Werbewirtschaft.
Unsere Provider müssen E-Mail-Bereiche für
unangeforderte Mails schaffen, die eine Posttrennung ermöglicht.
Der Staat muß durch internationale Abkommen und
Exekutive dafür sorgen, daß wir gegen die Belästigung durch E-Mail-Werbung
geschützt sind. Hierzu gibt es reichlich Rechtsgrundlagen, die aus der
Briefpost-, Telefon- und Haustürwerbung analoge Anwendung finden könnten.
Wenn Sie
mitmachen wollen, klicken Sie bitte: Internetprojekt !
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